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                    2. Bundesliga, Saison 03/04, 31.01.04                   

    0:1   

Alemannia Aachen - SV Wacker Burghausen

Aachen, Stadion Tivoli (12.137 Zuschauer)

 

  

Die Nacht war kurz, der Weg noch lang (Essen - Aachen - Genk - Dortmund - Berlin) und so begann die Tour des heutigen Tages um 10:30 Uhr am Essener Hbf. Zu Viert (Allesfahrer, Zumsel und Mazzl) ging es erst nach Mönchengladbach, wo wir Nobbi aus Nürnberg trafen. Mit zwei PKWs weiter nach Aachen, wo nach kleinen Parkplatzproblemen der Gästeblock aufgesucht wurde. Dort stieß dann noch Marco aus Berlin dazu. Nachdem wir noch eine Zaunfahne (Foto siehe unten) aufgehängt hatten (rein kommerzielle Ziele wurden dabei verfolgt) konnte das Spiel los gehen.

Spiel:

Nach dem 3:2 Erfolg im Geisterspiel am letzten Montag sind die heutigen Gastgeber Tabellenführer und damit auch Herbstmeister. Zu Gast ist heute bei der stärkten Heimelf die zweitstärkste Auswärtself.

Schenken wir uns große Worte: Das Spiel war langweilig. Der Gast ging bereits in der 25. Minute durch Zikovic in Führung nach einer lustigen Ballstafette in Strafraum der Aachener. Die letzte Viertelstunde war dann noch zumindest spannend, weil der Gastgeber noch einige Möglichkeiten hatte.

 

 

Vereine:

Am 10. April 1900 wurde der FC Alemannia Aachen gegründet. Man "gab man sich den Namen Alemannia, der damals die Vertretung des äußersten Westen des Deutschen Reichs betonen sollte." Im Jahre 1919 folgte die Fusion mit dem Aachener TV 1847 zum TSV Alemannia Aachen (1924 spalteten sich die Turner aber wieder ab). Nach dem Krieg spielte die Mannschaft bis zur Einführung der Bundesliga durchgängig in der damals höchsten Spielklasse, der Oberliga. Für die Qualifikation zur Bundesliga reichte es nicht; selbst eine Klage vor einem ordentlichen Gericht brachte keinen Erfolg. Der Aufstieg in die höchste Spielklasse gelang den Aachenern 1967 und dauerte ganze drei Spielzeiten (11. 67/68; Vizemeister 68/69 und Letzter 69/70). In den Folgejahren war der Verein zweitklassig und die ersten finanziellen Probleme wurden bekannt. Nach vielen Versuchen in die Bundesliga zurückzukehren, verließ man schließlich die Zweitklassigkeit Richtung Oberliga. Der Aufstieg zurück in die zweite Bundesliga gelang erst in der Saison 98/99 als Meister der Regionalliga West/Südwest.

Der SV Wacker Burghausen ist fast 73 Jahre alt und ist jetzt im zweiten Jahr Mitglied der zweiten Bundesliga. Ermöglicht wurde dies, durch das starke Engagement des Chemiewerkes Wacker, der seit Jahren den Verein finanziell unterstützt. Vor zehn Jahren noch spielte Wacker in der Landesliga Bayern Süd.

 

 

Stimmung:

Aufgrund des Spielverlaufs und des schlechten Wetters litt die Stimmung. Die Gegengerade war einige Male recht laut, aber unspektakulär.
Aus Burghausen waren ca. 30 Anhänger angereist, die teilweise sehr eng zusammenstanden und versuchten einen Support hinzulegen. Zum Ende der ersten Halbzeit trafen dann noch ca. 40 Duisburger im Gästeblock und unterstützen die anscheinend befreundete Fans aus Bayern. Für mich persönlich war das das Negativerlebnis des Wochenendes.

 

 

   
Stadion:

Der Aachener Tivoli kann getrost als Schmuckkästchen bezeichnet werden. Es ist ein reines Fußballstadion, nicht zu klein, nicht zu groß und kann auf eine lange Geschichte mit vielen spannenden Spielen zurückblicken.

Bereits im Jahre 1908 bekam die Alemannia von der Stadt Aachen den Platz des alten Landgutes Tivoli zugewiesen und baute diesen mit Eigenmitteln aus. Als die Stadt 1925 weitere Gelände zur Verfügung stellte wurde einige Jahre später neben dem „alten“ das neue Spielfeld errichtet (dort steht heute das Stadion). Infolge des zweiten Weltkriegs wurde das Stadion stark zerstört. 1953 folgte ein großer Ausbau. Eine Stehplatztribüne (Würselener Wall) und der Spielertunnel wurden errichtet. Vier Jahre später wurde die Sitzplatztribüne (heißt heute Sparkassentribüne) überdacht und die Flutlichtanlage installiert. Das Fassungsvermögen stieg damit auf 33.200 (davon 2.200 Sitzplätze). 1958 wurden beim Oberliga(West) Spiel gegen den 1. FC Köln viele Zuschauer verletzt, als die Absperrung hinter dem Aachener Wall (die Seite, wo sich heute der Gästeblock befindet), einstürzte. Daraufhin wurden stärkere Zäune und Wellenbrecher eingebaut. 1961 folgte die nächste Ausbaustufe und damit wurde Platz für 42.000 Zuschauer geschaffen. 1968 schließlich musste der Verein das Stadion an die Stadt verkaufen um das Abenteuer Bundesliga zu finanzieren. 1980 wurde die Stehplatzgerade (heute mit dem klangvollen Namen „Aachener und Münchener Tribüne“ ausgestattet) überdacht. Davon wurde vor wenigen Jahren ein bisschen Platz abgezwackt um den „Junior Block“ einzurichten. Im Jahre 2000 entfernte der man die alten Sitzbänke auf der Haupttribüne und erneuerte sich mit Schalensitz in den Farben Gelb und Schwarz auf denen jetzt deutlich der Schriftzug Alemennia Aachen zu erkennen ist.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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