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                   Landespokal Niederrhein, Saison 04/05, 25.08.04                

 

    0:4   

 

TuS Helene Essen - ETB Schwarz-Weiß Essen

 

Essen, Stadion Bäuminghausstraße (ca. 200 Zuschauern)

 

 

Durch Griechenlands Triumph bei der Europameisterschaft hat der TuS Helene (Alten)Essen einen ungeahnten Bekanntheitsgrad erreicht, denn Meistertrainer Otto Rehhagel schnürte einst für den Zechenklub die Fußballstiefel. Der Bezug von Helene zu Hellas ist ja auch geradezu (vordergründig) offensichtlich und liefert den Journalisten eine klasse Aufmachung (exemplarisch: Die Zeit, Die Welt oder auch Österreichs Der Standard). Dass der TuS Helene mit Griechenland eigentlich gar nichts am Hut hat, spielt dabei keine Rolle. Namensgeber für den Verein war übrigens die Kruppsche Zeche Helene in Essen-Altenessen.

Vor der Europameisterschaft war der Verein nur bei einer Handvoll Fußballinteressierter aufgrund der Tatsache bekannt, dass das Stadion Bäuminghausstraße eine durchaus sehenswerte Sportstätte ist und selbst der Nebenplatz (Asche) über eine kleine Tribüne verfügt.

Die Auslosung des Landespokals bescherte den Helenen den Stadtrivalen Schwarz-Weiß vom anderen Ende der Stadt als Gegner. In den 30er Jahren hätte diese Partie wohl 20.000 Zuschauer und mehr angelockt, doch in der Gegenwart angekommen, müssen sich nun die Vereine die Eintrittsgelder von einem hundertstel davon teilen. Zwei dieser Geldgeber waren der Nobelhopper und ich.

 

 

Spiel:

Zur Neuauflage des Essener Stadtpokalfinales, welche der TuS Helene überraschend mit 1:0 gewann, kam es heute an der Bäuminghausstraße. Dem Oberligisten gelang die Pokalrevanche eindrucksvoll.

Tore: 0:1 (1.) Bahr, 0:2 (30.) Schulitz, 0:3 (58.) Tönnies, 0:4 (88.) Mölders

 

 

Stimmung:

 - Fehlanzeige -

 

 

Vereine:

Der TuS Helene wurde relativ spät und zwar im Jahre 1928 gegründet. Der Verein war eng mit den Zechen Amalie und Helene verbunden. In den 40er Jahren stieg der Klub in die Gauliga (höchste deutsche Spielklasse) auf und qualifizierte sich prompt für die Endrunde zur deutschen Meisterschaft. Mit dem Zechensterben im Ruhrgebiet nach dem zweiten Weltkrieg verblasste auch der Stern von TuS Helene Essen (1945 aufgelöst, Neugründung als VfR 1928 Essen, 1950 Umbenennung in TuS Helene Altenessen). Heute fristet er sein tristes Dasein in der Landesliga.

Der Essener Turnbund Schwarz-Weiß e. V. wurde als Essener TB bereits im Jahre 1881 gegründet. Die Fußballabteilung folgte am 01.01.1900, die später SK Schwarz-Weiß Essen (ab 1924) hieß. Die 20er Jahre waren die Blütezeit des Klubs. In fast jedem Jahr gelang die Qualifikation zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Ein Titel sprang allerdings nie dabei raus. Im Jahre 1936 fusionierte der Verein mit dem Essener TB zum Essener TB Schwarz-Weiß. Nach dem Abstieg 1943 stiegen die Schwarz-Weißen 1951 wieder auf und verbrachten einige Jahre in der neugeschaffenen Oberliga West. Vor dem Abstieg im Jahre 1960 wurde der „ewige Zweite“ zum ersten Mal Erster: 1959 schlugen sie Borussia Neunkirchen im Pokalfinale in Kassel 5:2 vor 25.000 Zuschauern. Es sollte der einzige Titel bleiben. Trotz des Wiederaufstiegs 1961 verpassten die Essener die Qualifikation zur Bundesliga. Ein festes Zuhause hat der ETB Schwarz-Weiß in der Oberliga gefunden: Keine Ambitionen nach oben und unten.

   
Stadion:

Das Stadion Bäuminghausstraße ist eine recht weitläufige Anlage, auf dem sich neben dem Stadion auch noch zwei Ascheplätze und eine Tennisanlage befinden. Auf dem ersten Ascheplatz gibt es sogar eine kleine Holztribüne. Das eigentliche Stadion hat heute eine offizielle Kapazität von rund 11.000 Zuschauern. In früheren Jahren passten hier sogar 25.000 Besucher rein. Die schöne alte Tribüne ist ganz aus Beton und verzichtet auf Sitzschalen oder dergleichen. Links und rechts davon schmiegen sich die grünbewachsenen Stehplätze an das Oval der ehemaligen Laufbahn.

Der Besuch dieser Sportstätte ist absolut empfehlenswert. Reist man mit öffentlichen Verkehrsmitteln an, so kann man wahlweise mit der U-Bahn (Ausstieg dann aber Altenessen Bf.) oder mit der S-Bahn (S-Bahnhof Altenessen) fahren (Ausstieg Altenessener Bahnhof). Mit dem KFZ empfiehlt sich die A42 bis Autobahnausfahrt Essen-Altenessen (14) und dann Richtung Süden über Altenessener Straße bis zur Ecke Bäuminghausstraße.

 

 

 

 

 

Tageskilometer:       28 km in Essen (PKW)

Saisonkilometer: 5.956 km (3.691 km PKW, 1.681 km Bahn, 620 km Flugzeug)

 

Nebenplatz:

 
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