[zurück zur Übersicht]

 

                   Regionalliga Nord, Saison 04/05, 11.08.04                                  

 

   1:1  

 

VfL Wolfsburg (A) - Fortuna Düsseldorf

 

Wolfsburg, VfL-Stadion (1.000 Zuschauer)

 

 

Da es am Ende der letzten Saison drei Absteiger aus der zweiten Liga gab, spielt die Regionalliga Nord in dieser Spielzeit mit 19 Mannschaften und hat demzufolge satte 38 Spieltage. Im Sommer 2005 werden insgesamt sieben Vereine diese Liga wieder verlassen: Zwei in Richtung 2. Bundesliga und fünf in die Oberligen. Eigentlich eine interessante Saison könnte man meinen, wären da nicht die sieben (!!!) unattraktiven Zweitvertretungen von Bundesligisten. Einer der übelsten Sorte wird heute besucht: VfL Wolfsburg Amateure. Das Profiteam in der Bundesliga verfügt allgemein schon über keine große Wertschätzung bei den Fans, was mögen sich wohl die Anhängern von Vereinen wie vom 1. FC Union Berlin, Chemnitzer FC, FC St. Pauli oder die vom heutigen Gast Fortuna Düsseldorf denken?

Meine persönliche Meinung dazu: Endlich weg mit dem Amateurclubs und hinein in eine eigene Liga. Die Regional- und Oberliga würden an Attraktivität gewinnen und wieder mehr Besucher in die Stadion der Liga Drei locken. Kleinere Vereine wie z. B. Arminia Hannover, Tennis Borussia Berlin oder SpVgg Erkenschwick hätten endlich wieder eine Perspektive. Was aber der Unverschämtheit die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass die Zweitvertretungen sich noch für die Hauptrunde des DFB-Pokal qualifizieren dürfen. So kassiert z. B. Hertha gleich mal doppelt: Heimspiel der Amateure gegen Schalke und die Profis dürfen sich die halben Einnahmen aus Aindling mitnehmen. Von den Fernsehgeldern mal ganz zu Schweigen, die die Vereine über ihre Zweitvertretungen einnehmen.

Genug gemeckert! Mitfahrer waren heute Renato (Blau-Weiß Polz) und der ALLESFAHRER, seines Zeichen Unterstützer des zehnmaligen DDR-Meisters, der in diesen Tagen verzweifelt versucht drei Sterne auf Trikot zu bekommen.

 

 

Spiel:

Die ersten Spielminuten sahen ganz viel versprechend aus, aber spätestens nach dem 0:1 in der 14. Min. (Torschütze Kruse) sah man auf beiden Seiten viele Fehlpässe. Die zweite Hälfte begann wie die erste recht munter um danach wieder zu verflachen. Ab der 80. Min. spielen eigentlich nur die "jungen Wölfe" und die Fortuna bettelt förmlich um den Ausgleich. Mit seiner zweiten Möglichkeit binnen weiniger Minuten schafft dann Roy Präger kurz vor Schluss noch das 1:1.

Fazit: Irgendwie zwischen "naja, kein Grottenkick" und "so schlecht war das Spiel aber auch nicht".

0:1 Kruse (14.), 1:1 Präger (89.)

 

 

Stimmung:

Wesentlich besser als das Spiel war die Stimmung im VfL-Stadion. Die Fans aus Düsseldorf supporteten 89. Min unentwegt, laut und einfallsreich. Sogar der zarte Versuch zu zündeln war zu erkennen. Auf Wolfsburger Seite beteiligten sich ca. 30 Fans am Support und der kam teilweise auch ganz gut rüber.

   
Stadion:

Das VfL-Stadion trug früher den schlichten Namen VfL-Platz, und dies vollkommen zurecht. 1950 wurde eben dieser Platz lieblos aus dem Boden gestampft. Ergebnis: Laufbahn, ein paar Erdhügel, ein paar Leichtathletikanlagen und das war es auch schon. Das Eröffnungsspiel bestritten der ortsansässige VfL gegen den Nachbarn SSV Vorsfelde (5:2). Zwei Jahre später kam dann wenigstens ein Klubheim dazu. 1961 wurde dann die Haupttribüne errichtet, welche heute noch zu bewundern ist und zudem unter Denkmalschutz steht. In den 70er Jahren erfolgte dann der Ausbau der Nordtribüne. Mitte der 90er Jahre investierte der VW-Konzern dann kräftig in den Ausbau. Zunächst wurde aus der Gegengerade mit Stehplätze eine Sitzplatztribüne und dann wurde eine Flutlichtanlage installiert. Später hat man in die Südkurve noch eine "mobile" Stahlrohrtribüne gesetzt. Der sportliche Höhenflug beendete dann aber schließlich den Bundesligafußball im VfL-Stadion.

Für Regionalligaverhältnisse ist das VfL-Stadion gar nicht mal schlecht. Es gibt ordentlich Platz und unter dem Dach kann sich auch die Stimmung ganz gut entfachen.

 

 

 

Tageskilometer:    448 km  Berlin - Wolfsburg - Berlin (PKW)

Saisonkilometer: 2.649 km (1.932 km PKW, 717 km Zug)

 

 
[zurück zur Übersicht]