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                 Coupe de Belgique, Saison 06/07, 19.08.2006                               

 

   4:1 n. V.   

 

K. AS Eupen - K. Kampenhout SK

 

Eupen, Stade de l´AS Eupen (500 Zuschauer)

 

 

Gemächlich ging es nach dem Schalker Auswärtssieg zum Auto und dann ziemlich planlos durch die Innenstadt ins Land der Frittengesichter. Der erste Ort nach der Grenze hieß Kelmis und dort konnten wir aufgrund des enormen Zeitpuffers Fritten mit Sauerbraten-Sauce (sozusagen der Mercedes unter den Fastfood-Gerichten) einwerfen. Gegen 19:30 Uhr (Anstoß 20:00 Uhr) erreichten wir dann Eupen und nach einmal Nachfragen auch das Stadion am Kehrweg (oder Stadel l´AS Eupen wie der Eupener zu sagen pflegt). Ein Polizeiwagen vor den Stadiontoren deutete schon auf den nicht gerade pflegeleichten Gästemob aus Mechelen hin, aber spätestens beim Kauf der Eintrittskarte (Stehplatz 10 Euro, Tribüne 12,50 Euro) war die Verwunderung einigermaßen groß. Auf dem Billet stand Eupen – Kampenhout und nicht Eupen – Mechelen. Zudem war im Stadion so gut wie gar nix los. Sofort einen Offiziellen befragt und der sagte, dass man auch fest mit dem RC Mechelen als Gegner gerechnet hatte, die aber verloren überraschend ihr Heimspiel gegen den klassentieferen Gegner mit 0:2 (dumm nur, dass der belgische Verband auch davon ausging und den Spielplan nicht korrigierte). Na ja, was solls es – immerhin besser als ein Komplettausfall.

In Eupen sprechen übrigens alle Einwohner perfekt deutsch mit einem astreinen Aachener (Öcher) Platt, aber das nur am Rande.

 

 

Spiel:

 

Überraschend unterhaltsam war die Partie des Zweit- gegen den Viertligisten in der fünften Runde des belgischen Pokals. Die Regeln dieses Wettbewerbs ähneln übrigens sehr stark denen des englischen FA-Cups, dass heißt in den ersten Runden spielen nur unterklassige Vereine mit, später steigen dann erst die Zweitligisten, noch später die Erstligisten ein. Gespielt wird wie gezogen, dass heißt, dass unterklassige Vereine nicht automatisch Heimrecht haben.

In der zweiten Minute wäre der Außenseiter fast in Führung gegangen, doch ein Abwehrspieler konnte den Ball noch von der Linie kratzen. Eupen spielte danach zwar überlegen, aber nur bis zum gegnerischen 16er, wo die Gäste keine Mühe hatten die Bälle weg zuschlagen. Nach 35 Minuten gingen diese dann auch noch durch ein Eigentor in Führung und bis zur Pause passierte dann nix mehr. Der zweite Durchgang begann wie der erste endete, aber mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel richtig spannend. Eupen drückte, Kampenhout konterte. In den letzten 20 Minuten Torchancen hüben wie drüben. Aber es dauerte bis zur 88. Minute, ehe Eupen mit einem satten Schuss vom 16er den Ausgleich erzielen konnte.

In der Verlängerung verhinderte ein Abwehrspieler der Gäste ein Tor durch ein Handspiel und konsequentermaßen gab es Elfmeter und eine rote Karte (2:1). Kurz vor Schluss fielen dann noch die Treffer zum 3:1 und 4:1. Davor verschoss aber ein Eupener noch einen weiteren Elfer.  

Tore: 0:1 (35. Min.) Costpulas (ET), 1:1 (88. Min.) Farssi, 2:1 (97. Min.) Farssi (HE), 3:1 (118. Min.) Keller, 4:1 (119. Min.) Penga

 

 

Stimmung:

 

Bisschen mehr als Fehlanzeige und schuld daran waren drei plärrende Kinder und eine Handvoll Eupen Ultras.

 

Stadion:

 

Das Stadion am Kehrweg ist eine kleine, aber feine Anlage. Auf allen vier Seiten gibt eine überdachte Tribüne, wobei die Haupttribüne mit der Vereinskneipe und den VIP-Logen sicherlich das Prunkstück der Anlage ist. Unter der Haupttribüne findet man die eingemauerten Trainerbänke, so dass die Zuschauer im Prinzip auf den Auswechselspielern und Übungsleitern sitzen. Die 566 Sitzplätze verteilen sich auf sieben Reihen. Insgesamt fasst die Anlage ca. 6.000 Zuschauer.

Autofahrer sollten sich Richtung Zentrum halten und den Werthplatz ansteuern. Dort muss man den Berg hochfahren und am Kreisverkehr geradeaus und schon sieht man auf der linken Seite das Stadion. Nicht irritierten lassen, denn kurz davor gibt es auf der rechten Seite noch einen Sportplatz mit Flutlichtern. Bahnfahrer müssen links am Bahnhof raus, am Einkaufszentrum vorbei und dann rechts die Straße runter zum Werthplatz, dort dann so wie oben beschrieben (Fußweg schätzungsweise 15 Minuten).

 

 

 

 

Tageskilometer:               676 km mit dem KFZ von Eupen über Essen nach Berlin

Saisonkilometer:          4.331 km (3.551 km KFZ und 1.780 km mit der Bahn)

zum Vergleich 05/06: 46.387 km (10.984 km Flugzeug, 24.473 Km Bahn, 11.183 km KFZ, 288 km Schiff, 690 km Bus)

 

 

 
 
 

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