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        Tweede Klasse, Saison 06/07, 28.04.2007          

 

  KV Oostende  0:1  

K. V. Oostende - K. Racing Waregem

 

Oostende, Albertparkstadion (ca. 2.000 Zuschauer)

 

 

Pünktlich zum Abpfiff in Hoeck schwangen wir unsere Körper wieder in das klimatisierte KFZ und fuhren entlang der Küste die rund ca. 100 km bis Oostende. Eigentlich wollten wir ja ganz woanders hin, nämlich nach Zulte-Waregem gegen Brügge. Da dieses Spiel aber schon längst ausverkauft war, schien uns das Risiko doch ein bisschen zu hoch und so wäre noch ein Erstligaspiel in Brüssel (Molenbeek gegen Beveren) drin gewesen, aber dorthin zu fahren war irgendwie sinnlos. So fiel die Entscheidung wieder zu Gunsten von Sonne und Strand und damit auf Oostende, dem westlichsten Profiverein Belgiens.

Aufgrund des enormen Zeitpuffers kauften wir erst ein bisschen ein und kurz vor dem Ziel schlenderten wir noch ein bisschen an der Atlantikküste entlang. Ach, so macht Stadionbesuchen richtig Spaß. Die Zeit wurde dabei sogar noch ein bisschen überdehnt, aber da wir bei der Stadionsuche richtig Glück hatten, standen wir alsbald (und pünktlich) vor dem Albertparkstadion.

 

Was erwartet man von einem Fußballclub aus einer rauen Hafenstadt. Stark tätowierte und alkoholisierte Hafenarbeiter, die jedem Gästefan Angst und Schrecken einjagen – dachte ich mal so. Die Realität sah dann doch ein bisschen anders aus, denn die Anhänger des KV Oostende haben ungefähr das gleiche Gewaltpotential wie die Fans des VfL Wolfsburg oder die vom LR äh RW Ahlen. Ein echter Familienclub und sauhässliche Maskottchen und dazu noch freien Eintritt für Studenten. Den Ingo hat’s gefreut, mich aber auch, da wir halbe halbe gemacht haben bzw. wollten (Ingo! Ich krieg noch fünf Euro von Dir). Das Spiel und das ganze drum herum bzw. das fehlende drum herum passte somit perfekt in unseren Urlaubstag. Sonne, Relaxen, Magenverderben und Fußball gucken.

 

Spiel & Stimmung:

 

Mit Fußball hatten die Darbietungen herzlich wenig zu tun. Ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich schreibe, dass einem die Augen richtig wehtaten vom Hingucken. Mitte der Halbzeit haben wir angefangen unsere Theorie wissenschaftlich zu beweisen, dass kein Team in der Lage war eine Kombination auch nur über drei Stationen zu spielen. Ungelogen 17 Minuten später wurde unsere Theorie endlich widerlegt. Und ihr werdet es kaum glauben: Das Resultat war das 0:1! Völlig unverdient, versteht sich. Aber auch jedes andere Ergebnis wäre unverdient gewesen. Jeder Spieler der ausgewechselt wurde, bekam sein Fett in Form von Beschimpfungen ab und auch der Schiedsrichter war das  Blindei des Jahres. Was der für einen Mist zusammenpfiff ging auf keine flämische Kuhhaut, und dazu hampelte er noch rum, als wäre er Dirigent und Balletttänzer in einem. Schwamm drüber, Stimmung gab es übrigens auch keine, den schönen Tag versauen konnte uns die Vorstellung auch nicht mehr.

Tor: 0:1 (80. Min.) Dupont

 

 

 

Stadion:

Dagegen wusste das Stadion sehr wohl zu gefallen. Vier unterschiedliche Tribünen und anscheinend auch alle unterschiedlichen Baujahres. An die Haupttribüne hatte man rechts noch angebaut, während links der Platz frei blieb. Hinter einem Tor gibt es eine überdachte Stehplatztribüne, auf der anderen Seite hingegen nur ein paar Stufen ohne Dach. Dies ist wohl für die Gäste, heute saßen diese allerdings ausnahmslos. Auf der anderen Längsseite gibt es eine verglaste VIP-Tribüne und darunter befinden sich noch weitere Stehplätze. Alles in allem ein ganz nettes Stadion, welches auch durch seine seenahe Lage besticht.

Tageskilometer:                 427 km von Hoek nach Oostende und zurück nach Essen mit dem KFZ

Saisonkilometer:          39.311 km (17.862 km KFZ,13.175 km Bahn, 7.284 km Flugzeug)

zum Vergleich 05/06: 46.387 km (11.183 km KFZ, 24.473 Km Bahn, 10.984 km Flugzeug, 690 km Bus, 288 km Schiff)

http://www.wizard-of-os.de/2007/oostende.htm

Grüße und Dank an Ingo

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