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NFV-Pokal, Saison 08/09, 01.08.2008

 

   

TuS Celle FC - TSV Havelse

2:3

Celle, Günther-Volker-Stadion (523 Stadion)

 

Peu à peu füllt sich der Fussballspielekalender wieder mit Pflichtspielen und da kam das Spezialangebot der Ebay-Abzocker (ehemals Deutsche Bahn) gerade recht. Einer etwas weiteren Tour am ersten Fahrscheingültigkeitstag stand leider der Geiz, einen wertvollen Urlaubstag opfern zu wollen, im Weg, aber mit dem Niedersachsenpokalmatch in Celle stand eine ganz brauchbare Alternative parat. Zeitlich etwas knapp kalkuliert sollte der ICE gen Hannover pünktlich bestiegen werden, aber nur ein Phantast kann erwarten, dass ein in Berlin Hauptbahnhof startender Intercityexpress in Berlin-Spandau keine 20 Minuten Verspätung hat. Meine Lauscherchen durften trotzdem den Anpfiff der Pokalschlacht vernehmen, da der Anschlusszug und der Schiedsrichter sich dem allgemeinen Verspätungswahn fügten. Zur weiteren freudigen Überraschung lümmelte sich noch ein bekanntes Gesicht auf den Stufen der Hintertortribüne, so dass ich das am Ende sehr dramatische Match gemeinsam mit dem Kollegen aus Fulda erleben durfte.

Der TuS Celle ist ein junger Verein, denn er wurde kurz nach dem Ende des zweiten Weltkrieges gegründet, und war auf regionaler Ebene sehr erfolgreich. 1968 stieg der Klub in die 2. Liga (damals noch Regionalliga) auf und blieb dieser Staffel bis zur Einführung der zweiteiligen 2.Bundesliga treu. Die Qualifikation für die neue Liga schaffte der TuS Celle nicht und rutschte in den nächsten Jahren immer weiter ab. Erst Mitte der 90er gelang ihm wieder die Rückkehr in die dritthöchste Spielklasse. Beim TSV Havelse hat alles im Jahre 1912 angefangen, als ein paar Fußballbegeisterte im Dorf den FC Pelikan gründeten.  Namensgeber des Vereins war übrigens der erste Spielball, der die Aufschrift Pelikan trug. 1923 folgte aber schon wieder die Auflösung und 1929 die Neugründung als TSV Havelse (später auch kurzzeitig TSV Havelse-Marienwerder). In den 50er Jahren wurde der Grundstein für die noch heute sehr erfolgreiche Jugendarbeit gelegt, aus denen u. a. Frank Pagelsdorf und Volker Finke hervorgingen. Letzter übernahm Mitte der 80er Jahre das Traineramt und führte den TSV bis in die 2. Bundesliga (90/91). Aber nach nur einem Jahr (Finke wurde schon nach wenigen Wochen entlassen) stiegen die Havelser wieder ab. Es folgte der tiefe Sturz in die Sechstklassigkeit.

Die offiziell vermeldeten 523 Zuschauer (ich hätte eher auf 1.000+ getippt) sahen gerade in der Schlussphase eine extrem unterhaltsame Partie und mit ein bisschen mehr Glück wäre der Kick noch in die Verlängerung gegangen.

Tore: 0:1 (33. Min.), Kaya 1:1 (34. Min.) Feldmann , 1:2 (44. Min.) Bulut, 1:3 (53. Min.) Kaya, 2:3 (80. Min.) Brunne

 
 

Stadion:

Die Heimstätte des TuS Celle FC hieß früher einmal „Stadion an der Nienburger Straße“ und wurde im Jahre 2003 zu Ehren des ehemaligen Vereinspräsidenten Günther Volker umbenannt. Die Längsseiten sind voll überdacht, wobei die eine Seite (1977 eingeweiht) primär für die stehenden Zuschauer gedacht ist, während die gegenüberliegende noch größere Tribüne komplett mit Schalensitzen ausgestattet ist. Auch hinter den Toren gibt es zahlreiche Stufen, so dass die Gesamtkapazität 11.000 Zuschauer erreicht. Zusätzlich verfügt das Stadion noch über eine Flutlichtanlage und eine Anzeigetafel.

 
 
 
 

Tageskilometer:                 568 km mit der Bahn von Berlin nach Celle und zurück

Saisonkilometer:            7.059 km: 5.350 km Flugzeug, 1.163km Bahn, 476 km KFZ, 70 km Bus

zum Vergleich 07/08: 63.094 km: (34.822 km Flugzeug, 15.407 km KFZ, 10.895 km Bahn, 1.157 km Bus, 490 km Schiff)

Grüße an Micha (der mit dem Farbfilm, muah, hehehe)

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