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Landesklasse Brandenburg West, Saison 09/10, 02.06.2010

 

FK Hansa Wittstock - SG Eintracht Friesack

8:3

Wittstock, Stadion des Friedens (ca. 50 Zuschauer)

 

Blau und Weiß - wie lieb ich dich, andere Farben kenn ich nicht…

 

Wittstock in der Ostprignitz ist benannt nach dem bedeutenden Autobahndreieck (A19 / A24). Von historischer Bedeutung für die Entwicklung der Ansiedlung an der Dosse und Glinze war die im Jahre 1638 ausgebrochene Pest, die der Hälfte der Bevölkerung das Leben nahm. So richtig erholte sich das Örtchen nicht davon, zumal keine hundert Jahre später eine Feuerbrunst fast die gesamte Stadt zerstörte. Trotz dieser Rückschläge wagten sich um 1920 ein paar mutige Zeitgenossen den FK Hansa Wittstock zu gründen. Zu DDR-Zeiten war der Verein als Lok bzw. Fortschritt Wittstock bekannt und spielte meist mit eher bescheidenem Erfolg im Bezirk gegen solch namhafte Gegner wie Traktor Tremmen, Aufbau Zehdenick und Lok Kirchmöser. Der größte Erfolg datiert vom 14. August 1983 als die BSG Forschritt Wittstock Energie Cottbus (damals immerhin Oberligist) mit 1:0 aus dem Pokal warf. Heute kickt der Verein wieder unter seinem alten Namen FK Hansa in der Landesklasse West (immerhin dritthöchste Liga Brandenburgs) und das sogar erfolgreich. Mit einem Spiel und vier Punkten Rückstand rangiert der Club auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem Schönwalder SV 53, die zudem noch am vorletzten Spieltag in Wittstock gastieren. Der Gegner an diesem Abend war die SG Eintracht Friesack, die ein paar Gastgeschenke im Gepäck hatte und den Wittstocker Angreifer höflichst aus dem Weg gingen um so den Hausherren eine 3:0-Führung nach einer Viertelstunde zu bescheren. Immerhin konnten die Eintrachtler kurz vor der Pause verkürzen um danach allerdings vollends einzubrechen. Dass es am Ende nicht zweistellig wurde lag sicherlich daran, dass Hansas Topspieler Rene S. (nebenbei noch das gesellschaftliche Rückrat des Wittstocker Landes*) zu Lasten höherer Aufgaben geschont wurde. So hieß es am Ende nur 8:3, ein erfreuliches Ergebnis für die individuelle Torstatistik. Den Zuschauern gefiel es, wenngleich sich unverständlicherweise so manch einer flegelhafte Wortgefechte mit dem Gästetrainer lieferte. Die Androhung von Gewalt gegen einen Friesacker Sportskamerad war dann der unappetitliche Höhepunkt. So endete ein lauschiger Frühsommerabend unter dem selbstgebastelten Tribünendach und final anzumerken ist, dass der sich FK Hansa bei der Gestaltung der Vereinshymne (die Prelude dazu in der Überschrift) bei einem vor Tradition triefenden Arbeiterverein (und siebenfachen teils Großdeutschen Meisters) bediente. Beweis? Gerne: „Mohammed war ein Prophet, darum schuf er auch ein Blumenbeet…“

Tore: ???

 
 

 
 

 
 

Tageskilometer:                      236 km von Berlin nach Wittstock und zurück

Saisonkilometer:               53.640 km  (8.914 km Flug, 24.610 km Bahn, 20.116 km KFZ)

zum Vergleich 08/09: 59.549 km: (16.833 km Flugzeug, 30.001 km Bahn, 12.355 KFZ, 360 km Bus)

(* dafür will ich aber einen Wimpel haben)