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Regionalliga Nord, Saison 2010/2011, 07.08.2010

 

FC Oberneuland – Eintracht Braunschweig II

 0:2

Bremen, Sportpark Vinnenweg (515 Zuschauer)

 

Kleines Dickes

Auch auf dem Rückweg gab es keinerlei zeitliche Probleme und am Weidener Bahnhof stolperte ein Bielefelder Fußballfreund über mich und gegen die kollektive Langweile entschieden wir uns gemeinsam die Rückfahrt nach Nürnberg zu bestreiten. Dort sollte um ein Uhr der reservierungsfreie Nachtzug gen Norden rollen und die Zeit bis dahin vertrieben wir uns mit ganz üblen Sozialstudien in einer Art Kombigaststätte (Internet-Cafe plus normale Kneipe). Pünktlich zur Abfahrtszeit standen wir anschließend auf dem Gleis, inmitten tausender Menschen und um die Information reicher, dass der Zug eine Stunde Verspätung haben würde. Die Aussicht auf eine geruhsame Nacht auf Schienen war damit dahin und der Bielefelder zog die richtige Konsequenz und buchte sich kurzfristig in ein Hostel ein. Derlei Auswahl hatte ich leider nicht und kämpfte ein Stunde später mit der Meute um die Sitzplätze, wobei ich zugegebenermaßen mit unfairen Mitteln kämpfte und mich in einen reservierungspflichtigen Waggon schlich und dort bequem bis Hannover durchpennte. Von Hannover aus ging es erstmal Richtung Heimat, um dort den Junior in Empfang zu nehmen und mit ihm im Gepäck gleich die Retoure zu machen. Tagesziel war Bremens Nobelviertel Oberneuland wo der FC Neureich dieser Tage mit einem Transfercoup für überregionale Schlagzeilen sorgte. Ailton ist zurück in seinem geliebten Bremen und verdient dort jetzt seine Kohle. Wer solche Deals einfädelt, der hat eigentlich nicht mehr alle Latten am Zaun. Aber nun gut, es gibt auch ehemalige Arbeitervereine die Dauerbankdrücker aus Madrid holen und (noch schlimmer von meinen Mitgliedsbeiträgen) bezahlen. Aber ich schweife ab. In Bremen angekommen gab es erstmal das verdiente Eis und nach Nutzung eines Vorortzuges betraten wir erst- und wohl letztmalig Oberneuländer Boden. „Ländliche Struktur, noble Villen und viel Bürgerengagement - das ist Oberneuland. Der Stadtteil am Nord-West-Ende Bremens bietet seinen Bewohnern viel Wohnkomfort in ruhiger Lage. Guterhaltene alte Bauern- und Gutshöfe prägen das Stadtteilbild.“ Mit diesen absolut zutreffenden Worten bewirbt die Stadt Bremen seinen Stadtteil und nachdem wir an diesen Villen vorbei in Richtung Golfplatz einbogen waren, befindet sich am Ende des Weges das Stadion des FC Oberneuland. Neben den Klassikersportarten „Mutter-Kind-Turnen“ versucht der 1948 gegründete Verein auch in den Randsportarten wie Fußball erfolgreich zu sein. Der Klassenerhalt in der letzten Saison gelang nur durch den Ruckzug einiger anderer Teams und so darf der daher FC Oberneureich nicht nur im DFB-Pokal (als Landesmeister des Bremer Verbandes), sondern auch in der vierthöchsten Liga mitmischen. Zu Gast war an diesem Nachmittag die zweite Mannschaft von Eintracht Braunschweig, die sogar die Gastgeber dazu bewegte den Gästeblock zu öffnen. Unter den strengen Augen von Ailton, der es mittlerweile schon auf die Tribüne geschafft hatte, ging das Spiel allerdings mit 0:2 und verdient verloren.

Der Sportpark am Vinnenweg besticht durch seine Übersichtlichkeit. Ein kleines überdachtes Tribünchen, eine kleine Gegengerade mit Schalensitzen, hälftig davon als Gästeblock verbaut, und ein paar Stufen auf einer Hintertorseite bilden den Ausbau dieses charmelosen Gebildes.

Tore: 0:1 (20 . Min.) Kluk, 0:2 (90. Min.) Gos

 
 
 
 
 

Tageskilometer:                      1.123 km mit der Bahn von Berlin nach Bremen-Oberneuland und zurück

Saisonkilometer:                    10.011 km (1.478 km Flugzeug, 2.479 km KFZ, 6.054 km Bahn) 

zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ)