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Thüringen-Pokal, Saison 2010/2011, 09.10.2010

 

SV Motor Altenburg - FC Rot-Weiß Erfurt

0:4

Altenburg, Waldstadion (2.300 Zuschauer)

 
Zick Zack Altenburg

Satte drei Alternativen standen nach satten drei Stunden Schlaf zur Auswahl: Neumühler SV gegen Hansa im Lambrechtsgrund zu Schwerin oder Motor Altenburg gegen Erfurt oder vernünftigerweise nix. Nicht schwer zu erraten, dass die Unvernunft siegte und so brachte mich die Eisenbahn via Leipzig in das ostthüringische Städtchen Altenburg. Einst bescherte die Produktion von Nähmaschinen der Gemeinde bescheidenen Reichtum, heute sind es Spielkarten und Senf. Das traditionsreiche Leninstadion (danach Waldstadion) liegt südlich der wirklich hübschen Innenstadt und ist zu Fuß in einer guten halben Stunde zu erreichen. Der 1908 als Eintracht 08 Altenburg gegründete Verein spielt seit 1957 in dem nach Wladimir Iljitsch Lenin benannten Stadion, welches früher einmal 25.000 Zuschauer fasste. 1990 wurde die Spielstätte in Waldstadion umbenannt und renoviert. Die Zuschauerränge verlaufen ovalförmig um die Laufbahn und die Spielfläche und links und rechts des Sprecherturms gibt es einige Sitzbankreihen. Die Altenburger spielten von 1949 bis 1952 in der DDR-Oberliga, allerdings in jeder Saison unter einem anderen Namen (ZSG, BSG Stahl und BSG Motor). Nach der Wende spielte der SV 1990 Altenburg zunächst in Sachsen (Landesliga), wechselte später zurück nach Thüringen. Seit 2000 heißt der Verein wieder SV Motor Altenburg und spielt seit 2009 in der höchsten thüringischen Staffel.

2.300 Zuschauer, darunter ca. 250 Erfurter und auch der Teamchef zeigten sich (wie ich) vom Stadion begeistert, vom Spiel – insbesondere dem der Erfurter – allerdings nicht. Die Gäste agierten lustlos und ließen die Gastgeber gegen Ende der Halbzeit immer besser ins Spiel kommen. Allerdings fehlte den Altenburgern die nötige Cleverness um in Führung zu gehen. Als nach einer guten Stunde den Erfurtern der erste Treffer gelang war das Ding im Prinzip auch schon gegessen. So hörte man in der zweiten Hälfte nur die Gäste jubeln, die im ersten Durchgang auch mehr mit dem wenig stabilen Bauzaun rumspielten. Als dieser schließlich der Erdanziehungskraft nachgab sprangen die Staatsorgane selbstlos als Ersatz ein. Auf der Heimseite gab es auch Support, der allerdings nach den Toren abnahm.

Tore: 0:1 (65. Min.) El Haj Ali, 0:2 (70. Min.) Reichwein, 0:3 (75. Min.) Reichwein, 0:4 (80. Min.) Reichwein

 
 
 
 
 

Tageskilometer:                            462 km mit der Bahn von Berlin nach Altenburg und zurück

Saisonkilometer:                    24.155 km (1.478 km Flugzeug, 8.844 km KFZ, 13.833 km Bahn) 

zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ)