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1. Bundesliga, Saison 10/11, 13.11.2010

 

VfL Wolfsburg - FC Schalke 04

2:2

Wolfsburg, Arena (30.000 Zuschauer, ausverkauft)

 

Wobmob, Wischmob

Schalke-Spiele am Wochenende kann man in die Tonne treten, da der letzte Pflichtspielsieg an einem Samstag oder Sonntag exakt 203 Tage (bzw. 6 ½ Monate) zurückliegt. Oh Gott, ist das alles deprimierend und dann auch noch Wolfsburg, wo bekanntlich der Hund steppt, der Bär begraben ist und der siebenfache deutsche Meister schon seit gefühlten hundert Jahren nicht mehr in der Autostadt gewonnen hat. Genau genommen haben die Schalker in Wolfsburg seit deren Bundesligaaufstieg erst einmal, im Januar 2003, gewonnen. Aber irgendwann reißt jede Serie und so steuerten wir an diesem trostlosen Samstag kostengünstig (Wochenendticket) auf direktem Wege den Bosch-Bus an, wo frisches Veltins für einen schnöden Euro gereicht wurde. So standen wir dann über zwei Stunden zwischen Arena und Kanal im Regen und diskutierten emotionsvoll die Lage der Nation. Als zwei Knallkörper mit pissgelben-schwarzen Schals vorbeiliefen und dabei auch noch dusselig grinsten, drohte die Lage kurzzeitig zu eskalieren. Dass sie am Ende trotzdem ihre Devotionalien, wofür kein normaler Mensch Geld ausgibt, behalten durften haben sie einzig und allein der berittenen Polizei zu verdanken, in die sich die beiden Vollpfosten fast hinein verkrochen. Aber das nur am Rande.

Punktgewinn, Punktverlust – das war die große Frage am Ende des Spiels und so richtig kann ich das Ergebnis auch nicht deuten. Der großartige FC verpennte mal wieder die Anfangsphase, lag früh zurück und wieder machte die Abwehr keinen sicheren Eindruck. Der erste Treffer gab den Gastgebern Sicherheit und so rollte ein Angriff nach dem anderen auf das von Neuer bewachte Gehäuse. Nach gut einer halben Stunde stand es 2:0 und die Stimmung kippte schlagartig. Der Meistertrainer stand plötzlich zur Disposition und selbst der Anschlusstreffer kurz vor der Pause stimmte das Fanvolk nicht milde. In die zweite Halbzeit starteten die Knappen etwas engagierter und so kam der Spielfluss der Wolfsburger ein wenig zu Erliegen, wobei es immer noch viel zu viele Möglichkeiten aus Standardsituationen gab. Erst durch einen diesmal schlauen Doppelwechsel (Jurado und Schmitz für Edu und Jones, letzterer heute ganz schlecht) kam noch mal Schwung ins Angriffsspiel. Eine Viertelstunde vor Schluss glich Huntelaar aus und wenn Magath sagt es war kein Handspiel, dann war es auch kein Handspiel und es ist daher auch völlig unerheblich, ob der Stürmer den Ball mit der Hand spielte. Finde ich zumindest. Die Mannen im Gästeblock hat es so oder so gefreut und wieder schlug die Stimmung um. Lautstark wurde die Mannschaft unterstützt und der Ball förmlich ins Tor geschrien. Aber leider vergebens.

Tore: 1:0 (11. Min.) Grafite, 2:0 (33. Min.) Dzeko, 2:1 (39. Min.) Edu, 2:2 (75. Min.) Huntelaar

 
 
 
 
 
 
 

Tageskilometer:                           450 km mit der Bahn von Berlin nach Wolfsburg und zurück

Saisonkilometer:                    33.857 km (4.337 km Flugzeug, 9.084 km KFZ, 17.577 km Bahn) 

zum Vergleich 09/10: 59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ)

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