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Oberliga Niedersachsen, Saison 10/11, 11.06.2011

 

TuS Güldenstern Stade – BV Cloppenburg

 2:6

Stade, Stadion Camper Höhe (150 Zuschauer)

 

Unterelbe

Als Reiseziel für diesen Samstag wurde Baden-Württemberg auserkoren, da sich die dortige Oberliga auf der Zielgerade befand und noch einige Entscheidungen ausstanden, u. a. der Klassenverbleib für den SSV Reutlingen, der beim VfL Kirchheim/Teck anzutreten hatte. Alles schick, doch Mitte der Woche wurde die Partie aus Sicherheitsgründen nach Heilbronn verlegt. Für die Alternative Österreich (Wattens – BW Linz) fehlte der Mitfahrer, da dieser lieber mit seinem Verein zur vermeintlichen Aufstiegsfeier nach Gifhorn wollte. So blieb am Ende, wie so oft in dieser Spielzeit, nur noch die Amateurklasse Niedersachsens übrig. Der TuS Güldenstern Stade stand schon häufiger auf dem imaginären Zettel und so ging es via Hamburg inklusive einer kleiner Hafenrundfahrt in das beschauliche Stade an der Unterelbe.

 
 
 

Der wohlklingende Name Güldenstern geht auf eine gleichnamige Armeeeinrichtung in Stade zurück, wo die Vereinsgründer 1924 (als SC Güldenstern) zum ersten Mal vor den Ball traten. Das Militärische bezog sich jedoch nur auf den Vereinsnamen. Der Klub war eher proletarisch, im Gegensatz zum bürgerlichen VfL Stade, und so wechselte man später in den Arbeitersportbund. Nach dem Krieg fusionierten der SC, CTV und FT zum TuS Güldenstern und wenig später wurde die noch heute existierende Tribüne mit 600 Plätzen auf Holzbänken erbaut. Der Rest der Anlage verfügt daneben noch ringsherum über drei Stehplatzstufen. Bis 1990 spielte der TuS noch im Hamburger Verband, ehe er wieder in die „Heimat“ Niedersachsen wechselte. 

Sportlich ging es in dieser Partie um weniger als Nix, da der Gastgeber schon mit Pauken und Trompeten abgestiegen ist und der BV Cloppenburg als Zweiter keine Aufstiegschancen mehr hat. Die Oberliga war für den TuS Güldenstern definitiv eine Nummer zu groß; mit drei Siegen aus 38 Spielen konnte nicht mal ansatzweise vom Klassenerhalt geträumt werden. In der nächsten Spielzeit dürfen sie dann wieder in der Landesliga Lüneburg antreten und mit dem SV Drochtersen/Assel, RW Cuxhaven und vor allen Dingen dem VfL Stade darf man gleich drei „Derbys“ bestreiten. Dann dürfte der Zuschauerschnitt auch wieder steigen. An diesem Nachmittag waren etwa 150 Zuschauer (darunter rund ein Dutzend Gäste) zugegen und diese sahen zwar keine packende, aber zumindest eine torreiche Partie.

Tore: 0:1 (15. Min.) Baal, 0:2 (25. Min.) Baal, 0:3 (30. Min.) Kaiser, 1:3 (60. Min.) Speer, 1:4 (65. Min.) Willen, 1:5 (80. Min.) Krohne, 1:6 (85. Min.) Römer, 2:6 (90. Min.) Speer)

 
 
 
 
 
 
 
 

Tageskilometer:                          696 km mit der Bahn von Berlin nach Stade und zurück

Saisonkilometer:                    67.756 km: (19.473 km Flugzeug, 37.530 km Bahn, 10.580 km KFZ, 173 km Bus)

zum Vergleich 09/10:           59.940 km: (8.914 km Flugzeug, 24.610 km Bahn, 21.416 KFZ)

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