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Championnat France Amateur 2 (Groupe C), Saison 2012/2013, 25.08.2012

 

US Forbach - Colmar S. R. 2

1:2

Forbach, Stade Du Schlossberg (ca. 200 Zuschauer)

Normalerweise schafft man es nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Völklingen nach Forbach zu kommen und dabei den Abpfiff von Spiel 1 und den Anpfiff von Spiel 2 zu erleben. Aber wenn mal Glück hat, dann haut das doch hin. Problem war nicht die Abreise in Völklingen, Problem war der überfüllte Bus, der erst um zwei Minuten vor 18 Uhr in Forbach ankam und Problem war auch, dass ich nicht wusste, dass das Stadion noch gute 10 Minuten Fußmarsch entfernt lag. Und in diesen 10 Minuten, und zwar auch nur genau in diesen 10 Minuten regnete es an diesem Tag und ich meine Regen und kein Nieseldingsbums. Es schüttete aus Eimern und ich wurde so richtig nass und als ich endlich den Berg hinaufgehechelt kam und den 10-Euro-Schein durch die Luke reichte, hörte es auf einmal auf zu regnen und auf dem Spielfeld tat sich rein gar nix. Zuschauer waren da und als ich mich gerade zurück zum Kassierer bewegen wollte, kamen die Helden doch noch auf den Platz. Der Schiedsrichter pfiff die Partie erst an als der Regen wieder aufhörte. Herzlichen Dank, mein Bester. Forbach Eins gegen Colmar zwei endete folgerichtig eins zu zwei, um das Ergebnis mal vorweg zu nehmen. Aber wie man so schön sagt, es war ein eins zu zwei der besseren Sorte in einem sehr angenehmen Ambiente. Dafür sorgte in erster Linie das Stade Du Schlossberg, welches – und ich hoffe ich verrate nicht zu viel – nahe dem direkt daneben liegenden Schloss Schlossberg benannt ist. Hier gibt es, also im Stadion und nicht im Schloss, um die Verwirrung zu entwirren, eine recht hübsche überdachte Haupttribüne, auf der in der ersten Halbzeit alle Zuschauer Platz nahmen. Diese steht ein wenig erhöht, so dass man einen optimalen Einstellwinkel zwischen Pupille und Rasenfläche erreicht. Schweift der Blick über den Rasen, so findet der interessierte Stadionbesucher eine ziemlich alte Stehplatzgerade vor. Rechter Hand gibt es dann „nur“ eine digitale, dafür aber funktionierende Anzeigetafel und linker Hand sieht man die Zinnen des Schlosses. Daneben gibt es, allerdings von der Haupttribüne nicht einsehbar, noch einen Verpflegungsstand, wo man allerdings mit der Tücke leben muss, dass man sich erst einen Bon kaufen muss und dann das Abbild auf dem Bon in Ess- oder Trinkwaren eintauschen kann. Ein sehr raffiniertes System und raffiniert nur deswegen, weil ich den Sinn und Zweck nicht verstanden habe. Den Gödelschen Unvollständigkeitssatz habe ich auch nicht verstanden und nicht, weil ich so doof bin, sondern weil er so raffiniert ist. Aber das ist jetzt ein anderes Thema. Der lothringische Fußball wird ja leider häufig nur mit Nancy und FC Thionville in Verbindung gebracht und das zu Unrecht. Die Forbacher kämpften verbissen, fingen sich zwei unglückliche Tore und hätten sich mit ein bisschen Glück über einen Punkt erfreuen können. Die Aufholjagd wurde leider nicht belohnt und das obwohl die zehnköpfige Supportergruppe (KOP USF stand auf dem Schild) in der zweiten Halbzeit auf der Gegengerade Platz nahm und alles aus sich rausholte. Erwähnenswert vielleicht noch, dass der Schiedsrichter Hoffmann hieß und aus Luxembourg kam. Das nenne ich mal Europa.

 
 
 
 
 
 
 
 

Tageskilometer:                              20 km mit der Bahn von Völklingen nach Forbach

Saisonkilometer:                     12.362 km: (1.656 km Flug, 10.242 km Bahn, 464 km KFZ)

zum Vergleich 10/11:           62.330 km: (24.867 km Flug, 21.630 km Bahn, 15.603 km KFZ, 220 km Bus)

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