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Oberliga Schleswig-Holstein, Saison 2012/2013, 06.04.2013

 

TSV Kropp - TuS Hartenholm

4:1

Kropp, Stadion an der Norderstraße (120 Zuschauer)

Nächster Halt Kropp, Hauptstadt des Schleswiger Mittelrückens zwischen Sorge und Schlei. Bekannt ist der Ort ausschließlich durch seinen Fußballverein, der bereits 1946 gegründet, lange bevor Norddeutschland besiedelt wurde. Bekanntester (Adoptiv-) Sohn der Gemeinde ist Oliver Held, der gefühlte 100 Jahre für diesen Verein erst die Stiefel schnürte, dann als Co-Trainer auf der Bank saß und nunmehr in der absoluten Bedeutungslosigkeit verschwand. Jener Oliver Held, der für den ehemaligen Kumpel- und Malocherclub in der Bundesliga spielte und seitdem bei den Fans (insbesondere denen vom 1. FC Köln) ein Platz in den Herzen hat. Wer nicht weiß worum es geht, der wirft jetzt die Propagandamaschine Internet an, denn dort sind allerlei Lügengeschichten zu finden. Meine Meinung: Oliver, alles richtig gemacht! Und auch wenn der Polster Toni am Ende mit seinem Fluch Erfolg gehabt hat, immer dran denken: Alles für den Club, auch wenn es um nix mehr geht. Aber gestern war gestern und heute ist mittlerweile auch schon wieder lange vorbei. Wir wollten Fußball gucken bzw. Mittag essen und nebenbei Fußball gucken. Das Stadion Kropp eignet sich für beides ganz hervorragend. Ein Vereinsheim, in dem die Damen die Männer verwöhnen und ein Meister am Grill, der weiß wie man das Fleisch knusprig bekommt. Es gibt auch einen Rasen, damit dem Besucher beim Essen auch nicht langweilig wird. Dieser wird im Allgemeinen für den Amateurfußballsport genutzt, wo heute die Protagonisten des  Turn- und Sportvereins aus Kropp und die vom TuS Hartenholm (die Wortwitze erspare ich euch) aufeinander trafen. Hartenholm liegt irgendwo bei Segeberg und war in den Jahren 1963, 1966 und 1969 in aller Munde, als die Gemeinde den Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ gewann. Das waren noch Zeiten. 1971 traten sie dann erstmals auf Landesebene an und staubten am Ende eine Silbermedaille ab. Bewaffnet mit den Köstlichkeiten vom Grill (ich empfehle Nacken) nahmen wir auf der Tribüne Platz und wurden Zeuge eines 4:1 Sieges gegen den Aufsteiger. Fünf Tore und 120 Zuschauer fanden den Weg ins Notizbüchlein und das Stadion ist auch ansehnlich, weil es auf einer Seite Stufen und dazu noch eine überdachte Sitzplatztribüne gab. Die Sonne (oder die nächtlichen Exzesse) machten uns sogar ein wenig schwummerig. 

 
 
 

Tageskilometer:                             50 km mit dem KFZ von nach Kropp

Saisonkilometer:                     43.291 km: (17.150 km Flug, 17.991 km Bahn, 7.660 km KFZ, 490 km Bus)

zum Vergleich 10/11:           62.330 km: (24.867 km Flug, 21.630 km Bahn, 15.603 km KFZ, 220 km Bus)

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