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Bezirksliga Berlin (1. Staffel), Saison 2012/2013, 24.04.2013

 

SpVgg Tiergarten - SV Stern Britz 1889

3:3

Berlin, Sportplatz Neues Ufer (5 Zuschauer)

Der Cartmann von der Küste zeichnete sich für Kick diesen verantwortlich, ich war nur Mitgeher, obwohl zuerst am Sportplatz Neues Ufer. Die Knallernachricht des Abends bekamen wir auf Nachfrage beim Kassierer: viereinhalb zahlende Zuschauer (vier voll, einer halb)! Ein paar mehr waren zwar da, gehen aber als Vereinsoffizielle in die Statistik ein und somit kann ich zumindest einen neuen Zuschauernegativrekord mein Eigen nennen: Fünf! Den „neuen“ (Kunstrasen-) Platz für die SpVgg Tiergarten gibt es erst seit ein paar Jahren und liegt eingekeilt zwischen dem Charlottenburger Verbindungskanal und der Spree im Berliner Bezirk Moabit. Ideal für Angler und Freunde des Wassersports. Für Fußballfreunde nur bedingt zu empfehlen, es sei denn, man steht auf Kunstrasenplätze mit fast (zwei breite Betonstufen auf einer Seite) nix. Aber für ein Feierabendbierchen ist die Anlage geeignet. Der FC Tiergarten dürfte Stadionsammlern und ähnlich gehirnamputierten Fußballfreunden ein Begriff sein, denn schließlich spielte die Truppe temporär in den letzten Jahren vor dem Umzug im Poststadion. Ganz interessant ist die Geschichte des Fußballclubs Tiergarten, obgleich erst 1958 gegründet. Nach dem Krieg schlossen sich Arbeiter einer Adressiermaschinenfabrik (Adrema, gibt es heute noch als Hotel) zu einer Fußballmannschaft zusammen. Da Firmenmannschaften damals im Westen verboten waren, spielten sie ausschließlich gegen Vereine aus dem Ostsektor. Später schlossen sie sich erst anderen Vereinen an bevor sie 1958 endlich einen eigenen Verein gründeten. Seit der Fusion mit dem Berliner Turn- und Sportvereins von 1850, dem Allgemeinen Sport-Verein Berlin und dem FC Tiergarten heißt der Verein seit ein paar Jahren SpVgg Tiergarten. Das Spiel war übrigens gar nicht mal schlecht. Nach 90 Minuten stand es 2:2, ehe die Gäste noch mal einen auflegten. Der Jubel über diesen Treffer war ohne Übertreibung filmreif. Dabei verausgabten sich die Gäste allerdings und fingen sich direkt nach Wideranstoß das 3:3, was die Heimmannschaft nötigte die vorherige Jubelarie noch mal überbieten zu wollen. Das Ganze endete allerdings im totalen Chaos mit ein oder zwei roten Karten, Rudelbildungen, einem genervten Unparteiischen und zwei sehr zufriedenen Zuschauern. 

 
 

Tageskilometer:                           

Saisonkilometer:                     44.943 km: (17.150 km Flug, 18.276 km Bahn, 8.977 km KFZ, 490 km Bus)

zum Vergleich 10/11:           62.330 km: (24.867 km Flug, 21.630 km Bahn, 15.603 km KFZ, 220 km Bus)

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