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Bezirksliga Oberfranken West, Saison 13/14, 28.07.2013

 

TSV 1860 Bad Staffelstein - 1. FC Redwitz

0:3

Bad Staffelstein, Städt. Stadion an der Adam-Riese-Halle (220 Zuschauer)

In Hof war Kirmes, heißt bei denen zwar Volksfest, ist aber Kirmes! Bin ich ja ein ganz großer Freund von und freute mich, dass wir am Ende so spät auf der Kirmes aka Volksfest waren, dass erfreulicherweise fast alle Buden schon geschlossen waren. Kirsche war auch müde, so dass wir nach ein paar Rutschen in einer ganz gemütlichen Kneipe einigermaßen früh in die Horizontale entschwanden.   Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt (Art. 139) und seelisch erhobenen Hauptes starteten wir den Tag. Nach einem kleinen Abstecher in das Stadion Grüne Au (hier hat man die eine wuchtige Hintertorseite eingeebnet) verabschiedeten wir uns tränenreich vom Hofer am gleichnamigen Bahnhof. Dank der etwas hitzigen Temperaturen konnten wir vor unserem „Hauptspiel“ in Lichtenfels noch den TSV 1860 Staffelstein besuchen. Die Partie in Lichtenfels wurde von 15 Uhr auf 18 Uhr verlegt und da Lichtenfels (noch) ICE-Bahnhof ist, stellte das für die Rückkehr in die Heimat kein Problem dar. Die Staffelsteiner konnten sich hingegen nicht mit ihrem Gegner über eine Verlegung einigen. Die einen wollten wegen einem Stadtfest schon um 10 Uhr kicken, die anderen hingegen erst um 18 Uhr. Der Mittelwert von 10 und 18 ist 14. Perfekt für uns. Nach einer Stunde Zugfahrt erreichten wir Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels, einem geschichtsträchtigen Ort, der mir allerdings bis dato total unbekannt war. Aber Reisen bildet ja bekanntlich und spätestens als wir den ein paar Meter vom Bahnhof entfernten Sportplatz des TSV 1860 Staffelstein betraten, war uns klar, dass die Stadt weit über die Landkreisgrenzen bekannt sein müsste. Der Platz heißt offiziell „Städtisches Stadion an der Adam-Riese-Halle“ und Adam Riese hieß eigentlich Adam Ries und war ein so genannter Rechenmeister, der dafür verantwortlich zeichnete, dass die Mathematik auch dem normalen Volk zugänglich gemacht wurde und er Rechenbücher in deutscher (und nicht wie damals üblich in lateinischer) Sprache verfasste. Der Eintrittspreis in Höhe von fünf Euro bzw. nach Adam Riese für zwei Personen zehn Euro war zwar etwas happig, aber die Taler waren gut angelegt, da das Stadion immerhin über eine überdachte Tribüne verfügte. Rechts und links davon gibt es noch fünf Stufen, während die restlichen drei Seiten nicht ausgebaut sind. Etwas verspätet betraten die Protagonisten das Spielfeld und die Zuschauer sahen tiefgestaffelte Staffelsteiner und Redwitz mit Spielwitz. Resultat: 0:3, wobei alle Tore in der ersten Hälfte fielen. Sichtlich erschöpft (wir, nicht die Spieler) schleppten wir uns nach Spielende zurück zum Bahnhof, wo uns ein paar Anti-Nürnberg Schmierereien auffielen. Diese wurden gleich in die fränkische Hauptstadt gemeldet, wobei wir die beruhigende Nachricht zurückbekamen, dass das Problem nicht nur erkannt sei, sondern auch die Symptome längst behandelt. So muss das sein – nicht lange schnacken, direkt den Kopp abhacken. 

 
 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

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