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Bezirksliga Oberfranken West, Saison 13/14, 28.07.2013

 

1. FC Lichtenfels - FC Coburg

0:1

Lichtenfels, Karl-Fleschutz-Stadion (100 Zuschauer)

Keine zehn Kilometer trennen die Stadien in Bad Staffelstein und Lichtfels. Wir hätten also theoretisch laufen können, wobei Theorie und Praxis ja meist eh nicht mit einander können. Wir fuhren daher lieber mit der Bahn. Hatte die Vorteile, dass wir die Strecke in vier Minuten bewältigten und noch einen kurzen Stopp in der urigen Bahnhofspinte einlegen konnten. Graf Max konnte sich heute auch mal aufraffen und so durften wir zu Dritt den kurzen Weg zum Stadion zurücklegen. Der Eingang war in seiner Funktion nicht gleich erkennbar, obwohl das Areal des 1. FC Lichtenfels schon sehr beachtlich ist. Dazu gehören drei Rasenplätze, ein Hartplatz, ein Kleinspielfeld, zwei Vereinsheime und eine Kegelbahn. Während das Vereinsheim noch im Besitz des Vereins ist, befinden sich die Plätze auf städtischem Grund und Boden. Das Stadion wurde ab 1965 ausgebaut. Zuerst wurde das Vereinsheim fertig gestellt und ein Jahr später begannen die Arbeiten für die ca. 4.000 Zuschauer fassende überdachte Gegengerade. Die Sitzplatztribüne bestand wohl schon früher. So genau wusste das kein Befragter, weil die alten Unterlagen abhanden gekommen sind. Da zeigt sich mal wieder, wie wichtig gute Archivarbeit ist. Heute findet der interessierte Stadionbesucher ein ordentlich und eng gebautes Stadion vor, welches so ca. 10.000 Zuschauer fassen dürfte. Als wir eine halbe Stunde vor Spielbeginn die Hütte betraten, war die Stadionkasse unbesetzt und bis auf ein paar Spieler auf dem Rasen deutete nix auf ein Schlagerspiel hin. Lichtenfels gegen Coburg war früher zumindest einmal ein Derby, aber heute kamen gerade einmal hundert Leutchen und kassiert wurde während des Spiels, als der Kassenwart mit seinem Klingelbeutel die Kohle einsammelte. Trotzdem steht der Verein ganz gut da, mag heißen, die wenige Kohle wird sinnvoll investiert und auch die Jugendarbeit, aus der übrigens Stefan Kießling entstammt, soll außerordentlich gut sein. Das Vereinsheim und vor allen Dingen die Leute, die den Laden schmissen, waren auch alle sehr nett und auskunftsfreudig, so dass wir bis Spielende die Lokalität auch nicht mehr verließen. Wir machten es uns auf dem Balkon gemütlich und im eckigen Rest versammelten sich die restlichen Zuschauer. Darunter auch zwei Kollegen, wovon einer wie immer etwas hektisch wirkte. Der Teamchef und Boris Mardo gesellten sich in der zweiten Halbzeit zu uns. Gäste aus Coburg waren auch da, anders ließ sich der Jubel nach der Gästeführung nicht erklären. Bei dem einen Tor blieb es dann auch und wir hatten noch eine Stunde bis der ICE gen Heimat rollen sollte. Aufgrund des pünktlich zum Spielende einsetzenden Regens, übrigens meine ersten Regentropfen seit 11 Tagen auf dieser Tour, besuchten wir eine Spielothek, wo lokales Bier ausgeschenkt wurde. Der Wirt war zwar etwas nervig, aber was erträgt man nicht alles für ein bisschen Suff. Der letzte ICE gen Heimat fiel aus, dafür wurde ein gammeliger IC bereitgestellt und gar nicht standesgemäß (oh, sind wir versnobt) tuckerten wir langsam nach Berlin via Leipzig, wo für Maxe und Kirsche die Fahrt beendet war. Für mich stand Montag noch ein kurzer Arbeitstag an, ehe es dann wieder nach Leipzig zum Testkick der Blauen ging.

 
 
 
 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

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