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Verbandsliga Westfalen, Saison 13/14, 27.10.2013 

 

SW Wattenscheid 08 - DJK TuS Hordel

1:4

Bochum, Sportanlage Dickebankstraße (300 Zuschauer)

Da Ückendorf direkt an Wattenscheid grenzt, waren kurze Wege angesagt. Zweiter Halt: serbisches Steakhouse in Wattenscheid. Top-Essen, Top-Unterhaltung, Top-Cholesterinwerte. Da lag es natürlich nah, den Verdauungstrakt und alles, was noch so dran wabbelt, zu SW Wattenscheid 08 zu bewegen. Kirsche war hier in den letzten Wochen schon zweimal, warum auch immer, ich konnte mich ausnahmsweise mal durchsetzen bei der Groundwahl. Zugegeben, da gab es noch ein paar bessere Plätze, aber irgendwie hatte ich mich darauf eingeschossen. Heftige Schauer ließen zunächst nix Gutes erahnen und Kirsche hoffte auf eine Verlegung der Partie auf den Nebenplatz (Asche), da jener ihm noch fehlte. Da schüttelt der geeignete Leser hoffentlich mit dem Kopf und es ist schon unfassbar, was die Kollegen aus Gelsenkirchen da so wegscheppern. Als ich vor ein paar Wochen mal für den Sonntag einen netten Kick in Belgien in die Waagschale warf, erntete ich nur entsetzte Blicke und heftiges Kopfschütteln und wurde man mit den Worten getadelt: „Solange es noch Grounds in der Umgebung gibt, die man mit dem Fahrrad anfahren kann, werden die gemacht.“ Da darf man sich auch nicht wundern, dass es mittlerweile einen Gelsenkirchen-Informer gibt. Ich schreib dazu am besten mal gar nix, ansonsten werden mir nur wieder die trostlosen Hauptstadt-Sportplätze unter die Nase gehalten. Die Chancen, dass SW Wattenscheid auf dem Ascheplatz antreten würde, standen gar nicht mal schlecht, da während wir so vor unseren Balkanplatten saßen, es heftig schüttete. Aber pünktlich zum Anpfiff lugte mal kurz die Sonne hervor und das Derby gegen Hordel wurde auf dem Hauptplatz angepfiffen. Dieser ist zwar nicht sonderlich spektakulär, irgendwie aber doch ganz nett. Fünf Stufen gibt es auf der einen Seite und direkt dahinter verbirgt sich das Vereinsheim inklusive einer kleinen überdachten Terrasse. Den Platz gibt es schon ewig und er war Heimstätte für die Vereine SSV Südfeldmark und FC Wattenscheid-Ost. Letzterer kickte meist in der Kreisliga, während SSV Südfeldmark nicht über die Landesliga hinauskam. Ergo bündelte man die Kräfte und fusionierte im Jahre 2008 zu Schwarz-Weiß Wattenscheid. Das Spiel war gerade einmal ein Viertelstündchen alt, da verschlug es den Schreiber dieses Geschreibsels zwecks Vorbeugung einer möglich Dehydrierung in das Vereinsheim, wo man fatalerweise vor die Wahl gestellt wurde, ob man das Fiege-Pils denn gerne in einem schönen Glas oder einem trostlosen Becher serviert haben möchte. Preislich machte dies keinen Unterschied, aber das Auge trinkt bekanntlich mit. Jetzt durfte man aber leider nicht mit dem Glas das Vereinsheim verlassen und man leistete der Anordnung der Chefin Folge. In der Halbzeitpause begehrten allerdings die beiden Bundesbürger mit ostdeutschem Migrationshintergrund auf und beschwerten sich, dass man extra nur wegen mir hier hin gefahren sei und ich nun die ganze Zeit (stimmte gar nicht, am Anfang und zum Rauchen war ich draußen) vor der Flimmerkiste im Vereinsheim rumlungern würde. Der Master of Desaster Kirsche blies ins gleiche Horn, trank aber fleißig mit und forderte eine Nichtwertung des Grounds. Alles Pupsnasen! Hordel gewann am Ende verdient mit 4:1 und ein Spieler erzielte alle Tore für die Gäste. Das habe ich nicht nachgelesen, sondern das wurde mir während des Spiels von ein paar Opis berichtet. Direkt nach Abpfiff ging es via Gelsenkirchen und der Bundesautobahn mit der Ordnungsnummer zwei heimwärts. Nach vier Stunden (mit Tempo 200 im Schnitt und ohne Kotzen) war dann das Derby-Wochenende Geschichte. Dank an die Gastgeberin und den Gastgeber.

 
 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

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