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2. Bundesliga, Saison 13/14, 22.12.2013

 

SpVgg Greuther Fürth - VfR Aalen

1:0

Fürth, Arena (10.170 Zuschauer)

Eine halbe Stunde vor Spielbeginn konnten wir die Karre in Stadionnähe abstellen und vor den Kassen standen ein paar Leutchen rum, die noch ihre Karten an den Mann bringen wollten. Bei Hintertortribüne, direkt neben dem Gästeblock schlugen wir zu. Der Kick hört sich zwar nach Zahnschmerzen an, aber so schlecht war es auch nicht. Der Gästeblock war recht gut gefüllt und die Crew Eleven konnte zumindest in der ersten Halbzeit den Block gut motivieren. Rauch wurde auch gezündet und das war dann schon mal mehr als wir erwartet haben. Auf der Heimseite gab es eine Folienschal-Choreo zu bewundern, die von ein paar Schwenkern und einer große Pappe „avanti bianco verde!“ flankiert wurde. Sah nicht schlecht aus. Im weiteren Spielverlauf gab es dann noch ein bisschen Lesestoff: „Für desskalierende Maßnahmen kein Gespür – In NRW herrscht Polizeiwillkür!“ und „Freund und Helfer prügelt und quält im Schutz der Anonymität – Kennzeichnungspflicht für Polizisten!“ Die Botschaften thematisierten den Bulleneinsatz gegen Fürth in der letzten Woche in Bielefeld, wo ein Müllsack die Bullen (mal wieder) durchdrehen ließ. Ein weiterer unrühmlicher Höhepunkt von Jägers Schutzstaffel, anstatt den Verkehr zu regeln und alten Omas über die Straße zu helfen, verprügeln diese dafür lieber Wochenende für Wochenende wahllos Stadionbesucher. Jäger muss weg! Wer sich eingehender mit den Geschehnissen in Bielefeld auseinandersetzen möchte, dem empfehle ich den Kommentar auf block12.de. Der Support der Fürther war ordentlich, allerdings wird dieser fast nur getragen vom Ultrablock. Spiel war Gülle, so dass wir pünktlich zum Abpfiff das Stadion verließen und die Karre in Richtung Selb bewegten, ….

 
 
 
 
 

Eishockey Oberliga Süd, 22.12.2013 /VER Selb – EV Weiden 6:3 / Selb, Eissporthalle (3.300 Zuschauer)

 

…wo der Hofer uns an einem Parkplatz in Empfang nahm und nach Umstieg in sein KFZ zur Eishalle kutschierte. Dort fanden wir lange Schlangen an Kassen sowie ein massives Bullenaufgebot vor. Der Hofer, nicht doof, kaufte unsere Stehplatzkarten (11 Euro) schon auf der Hinfahrt, so dass wir recht schnell in der Halle waren und uns so schon mal einen guten Platz sichern konnten. Die Halle war gut gefüllt, ich tippte sogar auf ausverkauft und aus Weiden waren mindestens 500 Leute anwesend. Ich liebe das Eishockey in Bayern, denn hier sind die Hütten immer gut besucht und es gibt an vielen Standorten ein überragend gutes Catering. Und im Gegensatz zum Fußball ist es auf der Spielfläche beim Eishockey selten langweilig, dafür muss man allerdings Abstriche beim Fanvolk machen. Die Eishockeyfans sind irgendwann stehen geblieben in ihrer Entwicklung, so in den 80er Jahren. Trikots, Kutten und das noch immer nicht ausgestorbene von der Oma gehäkelte Teil um den Hals, worin man seinen Bierbecher platzieren kann. Es gibt Ausnahmen, ich weiß. In der Halle in Selb war es teilweise richtig gut laut und einige Gesänge luden sogar zum Mitmachen ein. Die Jungs und Mädels aus Weiden hielten gut dagegen und einige Male mussten die Ordner die Bullen um Unterstützung bitten um den Mob in den Griff zu bekommen. Sportlich war es dagegen eine einseitige Partie, zumindest auf dem Papier. Der Tabellenerste empfing den Tabellenletzten und in den ersten Spielminuten spielten die Akteure auch so. Bei fünf gegen fünf zogen die Hausherren ein richtiges Powerplay auf und die Gäste konnten sich bei ihrem jungen Keeper bedanken, dass sie nur mit 0:1 hinten lagen. Aber wie aus dem Nichts erzielten sie erst den Ausgleich und führten zwischenzeitlich sogar mit 3:1, eher der VER Selb noch im zweiten Drittel den Ausgleich schaffte und dann im Überzahlspiel den Sack zumachte. Fünf Minuten vor Ende mussten wir die Halle verlassen, da der Stadionsprecher verkündete, dass erst die Weidener komplett abtransportiert werden mussten, ehe die Einheimischen raus dürfen. Argentinische Verhältnisse beim unterklassigen Eishockey in Bayern. Um Mitternacht war dieser Ausflug auch schon wieder Geschichte und nach ein paar Mollen entschwanden wir in der Falle. Dank an den Fahrer!

 
 
 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

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