[zurück zur Übersicht]

 

Jupiler League, Saison 14/15, 21.12.2014

 

VVV Venlo - Fortuna Sittard

0:0

Venlo, Stadion De Koel (3.900 Zuschauer)

Den VVV Venlo habe ich mir für schlechte Zeiten aufgehoben. Geographisch gesehen der von Gelsenkirchen nächstgelegende niederländische Zweitligist und daher kam der erst mal in die Spardose. Die Ansetzung ist eigentlich gar nicht schlecht, da das Match gg Sittard durchaus das Prädikat „Derby“ verdient hat. Vor ein paar Jahren hatte der Club mal die Idee ein paar Top-Spiele nach Deutschland auszulagern, da das eigene Stadion als zu klein empfunden wurde. Die Idee wurde bekanntermaßen nicht realisiert und so wollen sie sich lieber ein neues Stadion bauen. Angeblich liegen die Pläne schon in der Schublade, Realisierungstermin aber (mir) unbekannt. Venlos Vereinsfarben sind übrigens widerlich gelb und schwarz. Die von Sittard gelb und grün. Die waren vor ein paar Jahren mal richtig pleite und konnten trotzdem den drohenden Konkurs verhindern – durch einen Lottogewinn (sollte sich der HSV mal überlegen, falls ein Herr Kühne mal wieder keinen Bock hat und/oder den Gang über den Jordan antritt). Holland 2, ich denke mal viel härter kann man das persönliche Spieljahr 2014 nicht beenden. In den nächsten Tagen gibt es noch ein paar sinnlose Informationen von diversen Randsportarten (Eishockey), ehe es am Neujahrstag wieder ein paar kleine feine Sach- und Lachgeschichten vom Rundballtreten aus einer europäischen Top-Liga gibt

 
 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

.

[zurück zur Übersicht]

 

ESC Iserlohn gg München. Iserlohn, Eishockey? Da schießen den Kennern zwei Gedanken durch die Hirnwindungen – EC Deilinghofen und natürlich das grüne Buch. Deilinghofen ist ein Stadtteil der Nachbarstadt Hemer und dort liegen die Wurzeln des Iserlohner Eishockey. Da in Hemer Kanadier stationiert waren, bauten die sich dort eine Eishalle, welche sie später auch für die Einheimischen zugänglich machten. 1959 wurde daraus ein richtiger Eishockeyverein der ein paar Jahre später Zweiter bei den deutschen Meisterschaften wurde. Später wurden dann die Kanadier durch Briten ersetzt, die allerdings keinen Bock mehr auf Eishockey hatten und die Halle als Panzergarage nutzten. Letztlich fand man am Seilersee in Iserlohn ein neues Zuhause. Der EC Deilinghofen stieg 1977 sogar noch in die Bundesliga auf und ab 1979 „übernahm“ der ECD Iserlohn den Platz und stieg direkt ab. Nach zwei Jahren kehrten sie zurück und bis 1987 lief alles ganz ordentlich. Aber in jenem Schicksalsjahr standen dem Klub die Schulden bis zur Halskrause und erst in letzter Sekunde schleppten sie einen neuen Geldgeber an. Anfang Dezember 1987 lief der ECD mit dem „grünen Buch“ als Trikotsponsor auf. Geschrieben von Muammar al-Gaddafi und sowas wie….ja, wie? Steht eigentlich nur Stuss drin, aber Selbstlesen bildet eine eigene Meinung. Auf jeden Fall war der Skandal perfekt, die Welt schaute nach Iserlohn, alle waren entsetzt und nach nur zwei Tagen (und zwei Spielen) wurde das Trikot aus dem Verkehr gezogen. Der ECD Iserlohn ging ein paar Tage später Pleite und startete als ECD Sauerland in der Oberliga. Früher lieferte das deutsche Eishockey noch Schlagzeilen. Das der Brausehersteller aus Salzburg mittlerweile München übernommen hat, interessiert kaum eine Sau. In der DEL dürfen sie dann auch unter dem Namen des Konzerns auflaufen.