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1. Bundesliga, Saison 15/16, 11.03.2016

 

 Hertha BSC - FC Schalke 04

2:0

Berlin, Olympiastadion (51.424 Zuschauer)

 

 

Große Vereine haben Freunde und vor allen Dingen Feinde. Schalke hasst Doofmund, Doofmund hasst Schalke. Aber schlimm ist, wenn der eine hasst (Hertha) und es dem Gehassten völlig schnuppe ist. Versucht man diese einseitige Abneigung zu ergründen, muss man weit zurückblicken und zwar auf den 1. Januar 1945. An jenem Tag wurde im ungarischen Ort Val Zoltan Varga geboren, der sich als Fußballnationalspieler während eines Länderspiel 1968 in Mexiko absetzte und ein Jahr später von Hertha BSC verpflichtet wurde. So weit so gut. Am letzten Spieltag der Saison 70/71 „verkaufte“ die Hertha-Mannschaft gg Arminia Bielefeld für 250 TDM. Die Sache flog bekanntlich auf und 15 Hertha-Spieler (u. a. Zlotan Varga) wurden später gesperrt, allerdings erst offiziell ab dem 23.01.1972. Am 15.12.1971 trat Hertha gg Schalke im Pokal-Rückspiel (damals wurde der DFB-Pokal in einem Hin- und Rückspiel ausgetragen, das Hinspiel hatte Schalke mit 3:1 gewonnen) an. Hertha gewann mit 3:0 und mit Zlotan Varga, da der Spieler vor einem ordentlichen Gericht eine einstweilige Verfügung gegen seine Sperre erwirkte. Schalke legte Protest und der Fall wurde am 21. Januar 1972 beim DFB verhandelt. Ergebnis: Wertung der Partie für Schalke (worauf die schon vor Anpfiff des Rückspiels eh schon spekulierten) mit 2:0, weil dem DFB die Urteile der „normalen“ Gerichte nicht interessierte und diese auch nicht anerkannte. Schalke kam weiter, schalte Fortuna Düsseldorf sowie Borussia Mönchengladbach und gewann das Pokalendspiel mit 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern. Und das Ende der Geschicht….seitdem hasst Hertha Schalke, aber die interessiert es nicht.

 
 

Tageskilometer:                             

Saisonkilometer:                    

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